26. April 1986 - 31 Jahre Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Am Montag, 24. April 2017, besuchten alle 4. Klassen Zeitzeuginnengepräche zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.

Dabei wurden interessante Hintergrundinformationen zur Reaktorkatastrophe gegeben. Die Zeitzeugin Natalija Tereshchenko erzählte, wie man Radioaktivität im Mund schmeckt, über Missbildungen bei Tieren, die nach der Katastrophe auftraten und nicht lebensfähig waren, über Freunde und Bekannte, die nach dem Konsum von verseuchten Pilzen, Äpfeln oder Wasser schwer erkrankten und von denen viele verstarben. Frau Tereshchenko wurde als Ärztin nur mit Mundschutz in das verseuchte Gebiet geschickt. Infolgedessen hatte sie verschiedene Tumorerkrankungen, muss heute noch halbjährlich zu Untersuchungen und zeitlebens Medikamente nehmen. In ein „normales“, unbeschwertes Leben konnte sie nach der Reaktorkatastrophe nie wieder zurückkehren. Diese Informationen waren sehr beklemmend für uns.

Patientinnen und Patienten müssen in der Ukraine selbst für die medizinische Versorgung aufkommen. Sie müssen entscheiden, ob sie ihr geringes Gehalt (Die beste Ärztin verdient 80€ pro Monat – 4 Nadeln für eine Leukämiebehandlung kosten ebenso viel.) für Nahrungsmittel oder die Behandlung ihrer Angehörigen verwenden. Durch Spendenaktionen für das Tschernobyl-Kinderprojekt von Global 2000 wurde in der Ukraine die Situation in Krankenhäusern so verbessert, dass statt ursprünglich 5% der krebskranken Kinder nunmehr 75% die Erkrankung überleben.

240 000 Jahre wird es dauern, bis man das Gebiet wieder bewohnen kann.

Wir nehmen uns aus der Veranstaltung mit, dass es wichtig ist, Energie sparsam einzusetzen und erneuerbare Energiequellen zu fördern, sodass der Bau von Atomkraftwerken nicht unterstützt wird.

Herzlichen Dank an den Elternverein des Ella Lingens Gymnasiums, der für alle Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen den Unkostenbeitrag übernahm, so diese wertvolle Veranstaltung ermöglichte!

Redner/Rednerinnen: Natalija Tereshchenko (Ärztin/Zeitzeugin), Ludmyla Nernicheva (Dolmetscherin), Reinhard Uhrig (GLOBAL 2000, Atomexperte), Christoph Otto (Leitung des Tschernobyl-Kinderprojekts)

Ein Beitrag der Schülerinnen und Schüler der 4C

Tschernobyl

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